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Unter welchem Verband?

Eigentlich ist diese Fragestellung überflüssig.
In der heutigen Zeit, in der jeder mit Informationen – gewollte und ungewollte – nur so zugeschmissen wird, sollte dies kein Thema mehr sein. Aber aufgepasst, leider gibt es auch bei den Tollern sogenannte Schwarz'züchter'. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland und in Ländern, in denen die Anforderungen an Zuchthunde nicht sonderlich hoch gesteckt sind.
Achten Sie also schon beim Erstkontakt zu einem Züchter unbedingt auf folgende Siegel:

In Deutschland sollte der Hund unter dem VDH (Verband für das Deutsche Hundwesen) gezüchtet sein. Derzeit (Stand 12.2011) gibt es in Deutschland einen Zuchtverein für Toller, der sowohl Mitglied im VDH als auch im JGHV (Jagdgebrauchshundverband e.V.) ist, dies ist der Deutsche Retriever Club (DRC e.V.).
In Deutschland gab es einen weiteren Zuchtverein für Toller - den TCD - der die vorläufige VDH-Mitgliedschaft hatte, aber nicht Mitglied im JGHV war.
Im Juli 2011 wurde der TCD wieder aufgelöst, 4 Tage später fiel beim ehemaligen 1.Vorsitzenden ein Mischlingswurf - ein Schelm wer böses dabei denkt.
Im europäischen Ausland sollte der Züchter unter dem jeweiligen Verband aktiv sein, der wiederum Mitglied in der FCI (Federation Cynologique Internationale) ist.

Einige Zuchtvereine stellen keine besonderen Anforderungen an Zuchthunde, oft beschränken sich diese nur auf die Minimalanforderungen aus der Rahmenzuchtordnung des nationalen Dachverbandes.
Aber, Sie haben ja die Möglichkeit sich über die Anforderungen an Züchter und Zuchthunde durch einen Blick in die Zuchtordnung des jeweiligen Zuchtvereins zu informieren.
Eines der ehernen Ziele der VDH-Rahmenzuchtordnung ist:
Sämtliche Zuchtmaßnahmen müssen zum Ziel haben, rassespezifische Merkmale zu erhalten.
Was bedeutet es dann, bzw. was kann man daraus ableiten, wenn sich in der gesamten Zuchtordnung kein rassespezifisches Kriterium für die Zuchtzlassung - vielleicht mit Ausnahme der Beurteilung des Exterieurs - zu finden ist?
Diese Interpretation muss jeder Einzelne für sich selbst ableiten.

Ob Arbeitsprüfungen für die Zuchtzulassung erforderlich sein sollten, darüber streiten sich bekanntlich die Geister. Das Prüfungsergebnisse - an sich - nicht auf die Nachzucht vererbt werden, dürfte jedem klar sein und steht außer Frage.
In einem Punkt ist sich die Mehrheit der Wissenschaftler, die sich mit dem Thema 'Sinn und Unsinn' von Anlage- bzw. Leistungsprüfungen für die Zuchtzulassung beschäftigen, allerdings einig:
"Genetische Disposition steht über Adaption"
Dies bedeutet, Anpassung durch z.B. die Umwelt hat seine Grenzen bzw. jeder Welpe bekommt 'sein Päckchen' mit.
Sollten Sie also einen Welpen suchen, mit dem Sie nicht arbeiten möchten, dann orientieren Sie sich vielleicht besser an einem Verein oder Züchter, der diesbezüglich keine Anforderungen an seine Zuchthunde stellt.
Wir selbst sind der Meinung, die Arbeitsanlagen eines Hundes (insbesondere auf der Suche nach Deckrüden) auch ohne Nachweis entsprechender Prüfungen zu erkennen.
Wir sind allerdings auch der Meinung, dass das (erfolgreiche) Führen auf solchen Prüfungen einiges über den (Zucht)Hund aussagt, und schließlich gehören die Toller zur FCI-Gruppe 8 den Apportierhunden und damit zu den Jagdhunden. Wären sie Gesellschafts- und/oder (reine) Begleithunde, dann würden sie doch sicher zur FCI-Gruppe 9 gehören - oder?
Die Teilnahme an Prüfungen/Working-Tests sagen neben der eigentlichen Leistung auch etwas über die Wesensfestigkeit des Hundes bzw. auch über dessen 'Nervenkostüm' aus. So ist die Beobachtung des Hundes - auch und insbesondere in den Pausen - an solch einem Tag oft viel aufschlussreicher, als das eigentliche Ergebnis selbst.
Und ein ganz wichtiger Punkt, der zumindest uns immer wieder motiviert hierfür zu trainieren und an solchen Events teilzunehmen:
es macht sowohl Hund als auch Mensch sehr viel Spaß!
Für einen Jagdhund sollte dann unseren Erachtens zumindest ein Schusstest Bestandteil für eine Zuchtzulassung sein! Der Schuss ist hierbei ja nur als Synonym zu verstehen - was passiert im Alltag? Es kann sich um die Luftbremse beim LKW, eine Fehlzündung beim PKW oder Motorrad oder einfach nur um einen platzenden Luftballon handeln - hier sollte jeder Hund ein sicheres Nervenkostüm haben und gleichgültig/neutral reagieren.
So sagen sie eben doch etwas aus - die Prüfungen!.

Viele sagen: „Ich will doch einfach nur einen Hund“. Es auf diese Aussage zu reduzieren hat im Nachhinein schon manchen böse auf die Nase fallen lassen. Abgesehen von möglichen massiven Gesundheits- und Wesensproblemen können Sie in Deutschland mit einem Hund ohne seriöse Papiere an keiner Zuchtschau und an keiner offiziellen Retrieverprüfung teilnehmen, vielfach noch nicht einmal an Ausbildungsgruppen und Trainings. Überlegen Sie sich also gut, zu wem Sie Kontakt aufnehmen und unterstützen Sie bitte auf keinen Fall Massenzüchter oder gar Hundehändler!